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Mittlerweile hat ja jeder schon von der Seite gehört, die im Moment meistbietend verklagt wird: SpickMich.de.
Studenten aus Köln haben eine Marktlücke gefunden und bieten Schüler nun eine Plattform an, auf der sie die Noten vergeben können.
Es hat allerdings überhaupt lange gedauert, da zog eine bewertete Lehrerin vor Gericht:
Diese [Lehrerin] war von Schülern lediglich mit einer Gesamtnote von 4,3 bewertet worden. Weil sie sich dadurch verunglimpft und in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt fühlte, beantragte sie eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung ihres Namens und der von ihr unterrichteten Fächer. Das Landgericht Köln lehnte den Antrag jedoch im Sommer mit der Begründung ab, die Lehrerin müsse eine Benotung durch Schüler hinnehmen, solange keine diffamierende Schmähkritik geäußert werde.Dagegen legte die Lehrerin wiederum Berufung ein, sodass sich das Oberlandesgericht Köln vor zwei Wochen mit der Sache beschäftigen musste. Zwar fällte das Gericht noch kein endgültiges Urteil in der Sache, in einer vorläufigen Bewertung bezeichnete der Vorsitzende des 15. Zivilsenats, Dr. Axel Jährig, das vorherige Urteil des Landgerichts aber "als zutreffend".
Quelle: heise.de
Die Sache wird auf jeden Fall spannend bleiben. Gilt das ganze nun als freie Meinungsäusserung oder dient es den Schülern nur als Plattform um mal richtig Dampf abzulassen.
Sind Bewertungen von Schülern objektiv genug, oder werden vielleicht sogar Kriterien zur Bewertung herangezogen, die nichts mit dem eigentlich Lehrauftrag zu tun haben? Man darf schließlich nicht vergessen, dass "Sexy" auch mal ein Bewertungspunkt bei spickmich.de gewesen ist.
Zu Letzt will ich aber noch anmerken, dass das ganze System für Unis schon länger gut, und vor allen Dingen anwaltsfrei funktioniert. Auf http://www.meinprof.de/ kann man schon lange seine Professoren bewerten.

